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Torefestival auf dem Chattenloh
Fußball-Verbandsliga: 9:2 - SV Adler Weidenhausen demontiert Neuling TSV Mengsberg
Von Dieter Möller, Werra-Rundschau
Weidenhausen. Mit einem Paukenschlag startete der SV Adler Weidenhausen am Freitagabend in die neue Verbandsligasaison, feierte einen umjubelten 9:2 (4:0)-Erfolg gegen Neuling TSV Mengsberg, dem die Adlerträger zumindest an diesem Abend nachhaltig seine Grenzen aufzeigte.
Gut 20 Minuten präsentierten sich die zunächst engagiert und taktisch diszipliniert auftretenden Gäste als unangenehmer Gegner, ehe sich mit zunehmender Spieldauer in Mittelfeld und Abwehr gravierende Fehler auftaten, die die Weidenhäuser eiskalt nutzten.
„Willkommen in der Verbandsliga!“ Mengsbergs Spielertrainer Mike Kleinmann war nach dem Schlusspfiff sichtlich konsterniert ob der hohen Niederlage, legte dennoch ein wenig Sarkasmus an den Tag. „Wir wussten, dass uns in Weidenhausen eine spiel- und angriffsstarke Mannschaft erwartet. Doch dass wir letztlich so vorgeführt werden, daran habe ich nicht gedacht. Wir haben zu keiner Zeit weder das Mittelfeld noch die schnellen Sturmspitzen des SVA in Griff bekommen, die zudem ihre Chancen eiskalt genutzt haben“, analysierte Kleinmann im WR-Gespräch, prangerte an, dass seine Mannen viel zu weit weg vom Gegner gestanden haben. „Und dann die kapitalen Fehler im Spielaufbau. Wir haben Weidenhausen förmlich zum Toreschießen eingeladen.“
Weidenhausens neuer Trainer Rafal Klajnszmit blieb trotz des klaren Erfolges Realist: „Meine Mannschaft hat insgesamt ein gutes Spiel abgeliefert, hat den Zuschauern zahlreiche Tore geboten, so dass man einfach zufrieden sein muss. Es mag für den einen oder anderen vielleicht überheblich klingen, aber die zwei unnötigen Gegentore beim Stand von 6:0 trüben das Gesamtbild etwas.“
Der engagierte SVA-Coach wollte es nicht wahrhaben, dass ein gegnerischer Abwehrspieler ungehindert aus 25 m abziehen kann und dann noch trifft und bemängelte die allzu lasche Einstellung beim Kopfballtreffer zum 2:6. „Wir haben einen guten Start hingelegt, mehr nicht. Schon am Mittwochabend wartet mit Willingen ein weiterer ehrgeiziger Neuling auf uns, der uns vermutlich einiges mehr abverlangen wird“, blickt Rafal Klajnszmit im WR-Gespräch nach vorne.
Wann hat man zuletzt elf Tore auf dem Chattenloh gesehen? Dabei sah es zunächst nicht nach einem Schützenfest aus, hielten die Gäste gut mit und ließen die Adlerträger kaum zur Entfaltung kommen. Erste Distanzschüsse durch Patrick Rusch (13.) und Maikel Buchenau (18.) sorgten nur bedingt für Torgefahr, während auf der Gegenseite Mengsbergs David Hempler (21.) SVA-Keeper Andreas Graz erstmals prüfte.
Die 23. Minute löste dann aber die imaginäre Bremse in den Köpfen der SVA-Spieler, konnte Mengsbergs Torhüter Lars Berger einen 18-m-Flachschuss von Patrick Rusch nicht festhalten und Sören Gonnermann bedankte sich im Stile eines Torjägers mit dem 1:0. Das 2:0 durch Patrick Ruschs abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze schockte die Gäste dermaßen, die nun fast tatenlos mit ansehen mussten, wie Rusch das Leder Torjäger Sören Gonnermann überließ, der zum 3:0 einschoss, um wenige Minuten später nach einem Traumpass von Buchenau auf 4:0 zu erhöhen.
Die Partie war entschieden, knüpfte der SVA nach einer Stotterphase zu Beginn der 2. Halbzeit nahtlos an seine Spielfreude an und hatte Chancen im Minutentakt. Thomas Grimms Schuss landete am Außenpfosten (52.), Maikel Buchenau scheiterte freistehend an Torhüter Berger (54.), ehe sich erneut Patrick Rusch ein Herz nahm und zum 5:0 (55.) einschoss. Nur eine Minute später vollendete Martin Silbermann ein tolles Solo zum 6:0. Plötzlich schlichen sich Leichtsinnsfehler in der SVA-Abwehr ein, so dass die Gäste innerhalb von zwei Minuten durch Daniel Hainmüllers Distanzschuss und Stefan Stehls Kopfball auf 2:6 verkürzten.
Dem kleinen Zwischenhoch des TSV folgte jedoch die Fortsetzung der SVA-Gala, legte Buchenau auf für Sören Gonnermann auf, der zum 7:2 traf, Martin Silbermann krönte seine gute Leistung mit einem geschickt Heber zum 8:2, ehe Patrick Rusch nach einer gelungenen Kombination über Sören und Rene Gonnermann mit seinem dritten Treffer zum 9:2 den Endstand herstellte.
• SVA: Graz, Schindewolf, Berg, Roscher, J. Gonnermann, Buchenau (83. Gruber), S. Gonnermann, Rusch, Hirosawa, Silbermann (76. Friedrich), Grimm (59. R. Gonnermann).
• TSV: Berger, Spannknebel, M. Kleinmann (82. Rappold), Usbeck, Da. Hainmüller, Wesner, Stehl (82. Di. Hainmüller) Kloske, G. Hainmüller, Hempler, Fidan.
• Tore: 1:0 S. Gonnermann (23.), 2:0 Rusch (35.), 3:0 S. Gonnermann (40.), 4:0 S. Gonnermann (43.), 5:0 Rusch (55.), 6:0 Silbermann (56.), 6:1 Da. Hainmüller (58.), 6:2 Stehle (58.), 7:2 S. Gonnermann (60.), 8:2 Silbermann (76.), 9:2 Rusch (82.).
SR: T. Wlodarczak (Bebra. - Z: 300)
 
Foto: Carl-Heinz Greim, Werra-Rundschau
Patrick Rusch (r.) - hier beim 2:0 - bildete am Freitagabend zusammen mit Sören Gonnermann ein Torjäger-Duo, das von der Mengsberger Abwehr zu keinem Zeitpunkt unter Kontrolle gebracht werden konnte.
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